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Folgende Geschichte wurde uns von Toni zur Verfügung gestellt. Lesen Sie, was passiert, wenn man (ohne Vorbereitung für den Hund) Möbelstücke verstellt. Viel Spaß beim Lesen und vielen Dank für den Gastbeitrag! 🙂

„Früher bewohnte meine Schwester die obere Etage unseres Elternhauses und hielt zusammen mit unseren Eltern einen Schnauzer. Nicht den aus Stein, sondern quasi den Großneffen von der Jeckie. Aber darum geht es ja jetzt nicht. Jedenfalls durfte dieser Hund, der Anderl (bairische Form von Andreas), auch in ihr großes Bett. Der damalige Freund meiner Schwester war darin letztlich nur geduldet.

Es war die immer währende Angewohnheit des Hundes, nachts für Ruhe im Haus zu sorgen und dafür gelegentlich alle Räume abzulaufen. Daher durften die Türen stets nur angelehnt, nicht aber verschlossen sein. Von dem Scharren an der Tür wäre man dann eh meist wach geworden. Vor und zwischen diesen Rundgängen suchte Anderl auch meist das Bett meiner Schwester auf, um sich dann genüsslich breit zu machen und leicht zu schnarchen. Über die weiteren Gepflogenheiten lasse ich mich jetzt hier nicht weiter aus.

Eines Tages hatte meine Schwester dann die Möbel in ihrem Schlafzimmer umgestellt, nur nicht das Bett. So kam es dann, dass Anderl am Abend mit meiner Schwester ins Bett huschte und sich schon mal quer auf die Decke legte. Als dann alle im Haus schliefen, tapste Anderl wie immer nach der Bettkante, um dann – ebenfalls wie immer – schwungvoll auf den Boden zu springen. Doch was er nicht sah, war die Kommode, die da jetzt plötzlich nah am Bett stand.

KRAWUMM machte es und Anderl war völlig geschockt und nun vollends orientierungslos. Und trotz des leichten Lichtscheins, der von draußen durch den Gang und die angelehnte Schlafzimmertür ins Zimmer fiel, suchte Anderl nun wie schon im Bett wie eine blinde Kuh nach dem Ausgang. Und in der Nacht hört man diese Kleinigkeiten sehr gut. Übrigens sind von dem Zusammenprall mit der Kommode alle im Haus aufgewacht und haben dann angespannt in die Nacht gelauscht, was da los war. Und los war nur ein verdutzter Hund, der leicht neben sich stand. Er erreichte den Gang und fand zur Holztreppe, die zugegebenermaßen auch recht glatte Stufen hatte. Diese meisterte er aber bislang ohne größere Probleme. Nur jetzt zitterte er noch leicht und wollte eben diese Stufen nun hinunter laufen. Und nach ein paar sehr vorsichtigen Schritten, die man gut wahrnehmen konnte, stolperte der Hund und polterte die restlichen – na sagen wir mal 12 – Stufen ins Parterre. Unten angekommen war er nun wirklich am Ende, keuchte ausgiebig und soff dann den Wassernapf leer.

Im Haus war allgemeine Erheiterung und zugleich Mitgefühl zu hören und mein Vater ging dann zum Hund, um ihn mit Streicheleinheiten und einem Hundeknochen zu entschädigen, ebenfalls lachend.

Tags darauf kam die Kommode wieder an ihren alten Platz. Doch der Hund war nun vorsichtiger geworden …“

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