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Alle Jahre wieder findet das Winter-Tollwood in München statt. Die Idee des Festivals ist einfach: Kultur für alle. Daher finden während der Veranstaltungszeit allerlei kulturelle Veranstaltungen statt. Neben dem kulturellen Auftrag geht es beim Tollwood aber noch um etwas anderes: Ökologie und Umweltbewusstsein. Das Festival versteht sich als Impulsgeber für ökologische Projekte. Dazu gehört zum Beispiel auch, dass an den gastronomischen Ständen fast ausschließlich Bio-Qualität angeboten wird.  Vielleicht fragen Sie sich jetzt, warum ich darüber schreibe? Ganz einfach: Auf dem diesjährigen Winter-Tollwood wird die industrielle Massentierhaltung thematisiert.

Artgerecht: Lasst die Tiere wie sie sind!

Unter dem Motto „Artgerecht: Lasst die Tiere wie sie sind!“ werden in einer Gemeinschaftsaktion mit dem Deutschen Tierschutzbund Unterschriften zur Änderung der Tierschutzgesetzgebung gesammelt. Denn Millionen von Rindern, Schweinen und Hühnern ist ein kurzes Leben voller Qualen bestimmt. Der Grund: Die industrielle Massentierhaltung. Die so genannten Nutztiere „leben“ eng zusammengepfercht in Ställen ohne Auslauf oder Tageslicht, manipuliert, zurechtgestutzt und verstümmelt. Die Forderung ist klar:

Schluss mit den grausamen Missständen, keine Verstümmelung von Tieren, um sie den Haltungssystemen anzupassen.

Um möglichst viele Unterschriften zu sammeln, soll das Elend der Tiere auf dem Tollwood verdeutlicht werden. In einer Hütte erwartet den Besucher eine trügerische Stall-Idylle, die schnell gestört wird. Videos von echter Nutztierhaltung sollen zeigen, was die Tiere für unseren Genuss ertragen müssen. Ein Warnhinweis vor der Hütte macht klar, dass die Bilder, die einen erwarten, mehr als unschön sind. Hoffentlich wird der ein oder andere wach gerüttelt. Allerdings habe ich bei einigen Mitmenschen meine Zweifel, denn ich war gestern dort und hörte einen Besucher lauthals verkünden: „Och nö. Da sind ja keine echten Tiere drin. Dann geh ich da auch nicht rein.“ Und man ist versucht, zu brüllen: Aufwachen!
Mitmachen: Wenn Sie die Aktion unterstützen wollen, aber das Tollwood in München nicht besuchen können, können Sie sich hier an der Unterschriftensammlung für die Änderung des Tierschutzgesetzes beteiligen: https://www.tollwood.de/winterfestival-2013/artgerecht/unterschriftenaktion/

Café Bad Connection

Im Café Bad Connection können die Festivalbesucher einen kleinen Eindruck bekommen, wie man sich als Nutztier in Massenhaltung wohl fühlt. Bei dem „Café“ handelt es sich um ein Kunstwerk von dem Aktionskünstler FLATZ.  Auf drei Stockwerken warten 18 große Gitterboxen und laden den Besucher ein, Platz zu nehmen:

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Ich bin Nicole. Bei revvet.de schreibe ich über unsere Mitbewohner auf vier Pfoten: Die beiden Katzen Shiva & Mogli und Zwergkaninchen Frodo. Was auch immer mir im Zusammenleben mit unseren Tieren interessant erscheint, findet hier seinen Platz. Kontakt über G+
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