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Wie Sie Verhaltensstörungen Ihres Haustiers erkennen

Verhaltensprobleme wie Aggressitivtät und Dominanz werden oft als Grund genannt, weshalb Hunde weggegeben oder eingeschläfert werden. Grundsätzlich sind Hunde jedoch instiktiv ruhige Tiere und ordnen sich konsequent einer Führungspersönlichkeit unter. Nur wenn kein Mitglieder seiner Meute – uns Menschen eingeschlossen – diese Qualitäten zeigt, nimmt er selbst die Position ein. Dies kann jedoch zu ungewünschtem Verhalten beim Klingeln an der Wohnungstür, aber auch zu Bellen, Springen, an-der-Leine-Ziehen und zu Beissen führen.

Die Sprache des Hundes lernen

Viele Hundebesitzer bagatellisieren störendes oder aggressives Verhalten, doch in einigen Fällen ist dieses alles andere als normal. Indem Sie die Sprache Ihres Tieres effizient lernen, können Sie ihn besser verstehen und somit eine stärkere emotionale Verbindung zwischen aufbauen. Ein Schritt in die richtige Richtung ist, den Hund mit verbalen Kommandos zu führen und einfache Körpersprache anzuwenden, um kritischem Verhalten entgegenzuwirken.

Mögliche Motivationsfaktoren

Um zu verstehen, weshalb Hunde aggressive werden, muss zunächst erkannt werden, was Aggressionen bei diesen hervorruft, denn Aggressivität kann sowohl das Resultat eines erlernten Verhaltens als auch ein Instink sein:

  • Territorialverhalten
  • Verteidigung
  • Beschützerinstink
  • Raubtierinstink
  • Besitzgier
  • Angst
  • Schmerz
  • Zeugungsinstink

Gewisse Arten aggressiven Verhaltens sind sehr tief in der Psyche mancher Rassen verwurzelt, wurden sie immerhin hunderte Jahre lang dafür gezüchtet. Während heutzutage die meisten Hunde als Familienhaustiere gehalten werden, wurden sie früher als Nutztiere angesehen. Deshalb profitieren Rassen mit ausgeprägtem Beschützerinstinkt von einem angemessenen Training, be idem ein normales Sozialverhalten erlent wird.

Ein liebevolles Umfeld hilft

Ähnlich wie Menschen sind Hunde ein Produkt ihrer Umgebung. So entwickeln sich Tiere, die in einem liebevollen Umfeld mit konsistenten Training aufwachsen meist auch zu gut erzogenen und liebenswerten Haustieren. Allerdings sollte auch dann die Geschichte bestimmter Rassen nicht außer Acht gelassen und bei diesen noch mehr Wert auf entsprechende Erziehung gelegt werden.

Angst als Aggressionsauslöser

Wer ein neues Haustier adoptiert, sollte zudem auf einen der größten Aggressionsauslöser achten: die Angst. Fragen Sie deshalb im Tierheim immer nach, ob Hunde bereits aggressives Verhalten gezeigt haben. Da der Auslöser beißender Hunde meist sehr tief liegt, sollten Sie bei Tieren immer auf die Körpersprache achten. Ängstliche Hunde beobachten ihr Gegenüber aus einer geduckten Haltung heraus, verkriechen sich in eine Ecke ihres Käfigs im Tierheim, ziehen den Schwanz ein, flätschen die Zähne, entziehen sich Berührungen und knurren, wenn ihre persönlichen Gegenstände wie Spielzeug, Decke oder Fressnapf genommen werden.

Vorsicht vor Alltagstücken

Zudem verstärken manche Tierbesitzer oft unwissend das aggressive Verhalten ihrer Hunde. Wer mehrere aggressive Hunde hat, sollte diese nicht gemeinsam füttern. Auch Belohnungen helfen nicht, um aggressives Verhalten zu unterbrechen, sondern bestärken den Hund in seiner falschen Verhaltensweise. Kinder müssen im Umgang mit aggressiven Haustieren zudem besonders vorsichtig sein und dürfen diese nicht durch Kneifen und grobes Verhalten herausfordern. Und selbst ein aggressiver Nachbarshund kann das Verhalten des eigenen Hundes beeinflussen, was zu pausemlosen Bellen und Knurren führen kann.

Training vom Profi

Wer dem Verhalten seines aggressiven Haustieres nicht Herr wird, kann auch auf einen professionellen Hundetrainer zurückgreifen. Und selbst normalen Hunden kann ein Kurs bei qualifizierten Trainer helfen. Die Coaches bringen den Hundes ein normales Sozialverhalten bei, während sie Herrchen und Frauchen das notwendige Handwerk lehren, in Extremsituationen richtig zu reagieren. Denn das richtige Timing soll Ihr Haustier dazu bringen, sich nach Ihren Vorstellungen zu verhalten, damit Sie es erst gar nicht mehr bestrafen müssen. Denn Bestrafungen verwirren Hunde nur und schüchtern sie schlimmstenfalls ein, ohne das Problem an der Wurzel zu packen.

Flickr: Hund

Urheber: Kris Miller

Inhalte zur Bearbeitung unter der CC-Lizenz

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Ich bin Lisa und ich habe Kulturjournalismus studiert. Neben der Liebe zum geschriebenen Wort schlägt mein Herz für Tiere. Deswegen verbinde ich hier bei revvet beide Interessen und schreibe als Gastautorin über aktuelle Trends und Themen aus dem Haustierbereich. Ich bin mit Hunden aufgewachsen und werde sicherlich auch einige Erlebnisse mit den Hunden Rübe und Nele teilen. :-)
1 KOMMENTAR
  1. Aggression bei Hunden kann man als Halter meistens sehr gut mit Methoden des „Natural Leaderships“ und einem „Anti-Jagd“-Training (Warum jagen Hunde? Welche Kräfte wirken? ) lockern und aufheben. „Natural Leaderships“ stellt das Fundament für authentisches Führen von Hunden dar. Dazu nutzen wir eindeutige Kommunikation/ Körpersprache, Selbstmanagement und soziale Kompetenz.

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