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Die Kartäuser-Katze (Chartreux) stammt aus Frankreich. Ihr plüschiges Fell ist blau und hat einen leichten Silberschimmer. Ihre Augen sind auffallend goldgelb. Häufig wird sie mit der British Kurzhaar verwechselt. Kenner wissen aber, was eine echte Chartreux auszeichnet.

Herkunft – von Syrien nach Frankreich

Genau ist die Herkunft der Kartäuser-Katze nicht geklärt. Es wird vermutet, dass sie aus den Bergen Syriens oder aus den Felsengebirgen der Türkei und des Irans stammt. Hierfür spricht, dass die Katzenrasse mit ihrem wolligen Fell optimal für das raue Klima in den Bergen ausgestattet ist. Weiterhin wird vermutet, dass die Chartreux mit Handelsschiffen nach Frankreich gekommen ist. Katzen auf Schiffen waren nicht unüblich, da sie diese mäusefrei hielten. Scheinbar wurden viele der Schiffsleute später Mönche im so genannten Kartäuserkloster, wo die Rasse angeblich ihren Namen erhielt. Eine andere Theorie sagt, dass der Name auf den Wollstoff „Pile de Chartreux“ zurückgeht, der eine ähnliche Farbe hat wie das Fell der Kartäuser-Katze. Fest steht, dass die Rasse im 16. Jahrhundert nach Frankreich gekommen ist.

Für Kenner: Unterschied zwischen Kartäuser und British Kurzhaar

Während es die British Kurzhaar-Katze in unterschiedlichen Farben gibt, entspricht die Kartäuser-Katze nur dem Rassestandard, wenn sie blau ist. Man spricht von der Farbe „blau“, wenn die Fellfarbe grau auf einer einheitlichen Pigmentierung der Haare beruht. Zudem unterscheiden sich die beiden Katzenrassen wesentlich in der Kopfform: Die British Kurzhaar hat einen runden Kopf mit breitem Schädel und gerundeter Stirn. Der Kopf der Chartreux ist hingegen etwas länger als breit und hat kräftig entwickelte Backen.

Blaues Fell und goldgelbe Augen

Die Kartäuser-Katze hat ein graublaues Fell. Nach Rassestandard ist jede Blauschattierung erlaubt, hellere Töne werden aber bevorzugt. Das plüschige Fell wurde in der Vergangenheit von Kürschnern geschätzt, die es zu Pelzbekleidung oder sonstigen Pelzprodukten verarbeiteten. Bis in die Nachkriegszeit waren Pelze aus Hauskatzenfellen nicht ungewöhnlich. Die Augen sind groß und goldgelb bis kupferfarben. Mit zunehmendem Alter der Katzen kann die intensive Farbe der Augen verblassen.
Der Körperbau der Kartäuser ist kräftig und muskulös, er wirkt gedrungen. Die Ohren der Kartäuser sind mittelgroß und hoch am Kopf angesetzt. Das Fell ist weich und glänzend, Deckhaare und Unterwolle sind gleich lang.

Ausgeglichen und freiheitsliebend

Die Kartäuser eignet sich sehr gut als Familienkatze: Sie ist freundlich und versteht sich gut mit anderen Katzen und auch mit Hunden. Sie ist ruhig und umgänglich, ihre Krallen benutzt sie nur im Notfall. Die Chartreux lässt sich gerne streicheln, mag es aber nicht, bedrängt zu werden. Sie unternimmt gerne Ausflüge und sollte daher mit Freigang gehalten werden.

Quellen:

  • Candida Frith-Macdonald: Katzen. Parragon Books Ltd.
  • Gabi Schwab: Katzen – Samtpfötige Individualisten. area verlag gmbh. 2008
  • Dr. Pierre Rousselet-Blanc (Hg.): Knaurs großes Handbuch der Katzen. Droemer Knaur. 1997
  • http://www.welt-der-katzen.de/schutz/artenschutz/katzenfelle/hauskatzenfelle.html
  • Bildquelle: ©iStockphoto/Kainusi

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Ich bin Nicole. Bei revvet.de schreibe ich über unsere Mitbewohner auf vier Pfoten: Die beiden Katzen Shiva & Mogli und Zwergkaninchen Frodo. Was auch immer mir im Zusammenleben mit unseren Tieren interessant erscheint, findet hier seinen Platz. Kontakt über G+
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