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Leider gibt es diese Woche traurige Neuigkeiten von uns. Letzte Woche mussten wir unser Kaninchen Frodo einschläfern lassen. Mit seinen elf Jahren war unser kleiner Löwenkopf wirklich ein kleiner Opi. Daher kam sein Tod nicht vollkommen überraschend für uns. Dennoch hinterlässt er eine Lücke – nicht nur für uns, sondern auch für unsere Tochter Sina.

Dicke Freunde

Sina hat schnell Freundschaft mit Frodo geschlossen. Nachdem ich sie dabei erwischt habe, wie sie ihre Kekse in den Käfig geworfen hat, haben wir ein Leckerli-Ritual eingeführt. Das fanden beide toll: dreimal am Tag durfte Sina die Leckerli-Dose schütteln und Frodo etwas geben. Jede Woche hat sie mir beim Säubern des Käfigs „geholfen“ und hatte einen Heidenspaß daran, die Einstreu im kompletten Wohnzimmer zu verteilen. Und auch das Streicheln hat zum Schluss sehr gut geklappt. Was macht man nun also, wenn das Tier eingeschläfert werden muss? Sina ist 18 Monate alt und Erklärungen fallen schwer.

Aus dem Bauch heraus

An dem Tag, an dem wir Frodo gehen lassen mussten, wussten wir das im Vorfeld nicht. Wir waren die Woche bereits mehrfach mit ihm beim Tierarzt. Daher hatten wir zwar die Befürchtung, bewusst wurde es uns aber erst, als er auf dem Weg zum Tierarzt Krampfanfälle bekam. Ich sprang mit dem Transportkäfig aus dem Auto und ging vor. Noch während Sebastian einen Parkplatz suchte, fiel die Entscheidung, dass es besser wäre, Frodo zu erlösen. Wir hatten also keine Zeit, uns zu überlegen, wie wir Sina gegenüber mit der Situation umgehen wollten. Ich entschied alles aus dem Bauch. Und ich habe mich dazu entschieden, darüber zu schreiben. Denn vielleicht erinnert sich der ein oder andere von euch daran, wenn es nötig ist.

Frodo schläft jetzt sehr lange

Als Sebastian mit Sina im Arm in der Tür zum Behandlungszimmer stand, schickte ich beide raus. Denn Frodo hatte bereits ein Schlafmittel bekommen und mein Gefühl sagte mir, dass es besser wäre, wenn Sina nicht dabei wäre. Gar nicht, weil es sie schockieren könnte oder ähnliches. Mehr, weil ich das Gefühl hatte, sie würde es nicht begreifen. Für Sina ist im Augenblick alles um sie herum interessant, alles muss entdeckt und erkundet werden. Ich hatte daher vielmehr Sorge, dass sie mich von dem Moment ablenken würde und diesen war ich Frodo schuldig.

Nachdem Frodo aber eingeschlafen war, besprach ich mich mit den beiden Tierärzten und entschied, sie und Sebastian zu holen. Ich fand den Gedanken seltsam, dass wir mit Frodo gekommen und ohne ihn gehen würden, ohne es ihr irgendwie zu erklären. Also kam Sebastian mit ihr rein – auf seinem Arm zeigten wir ihr den toten Frodo. Sie zeigte auf ihn, stutzte und rief laut aus: „Da!“. Und wir erklärten ihr, dass „da“ Frodo lag und er lange Zeit schlafen würde und beim Tierarzt bleiben müsse. Sie zeigte noch mal auf ihn und lächelte.

Der Käfig

Später zuhause zeigte Sina uns in ihrem Tierbuch die Kaninchen. Wir erzählten ihr noch mal von Frodo, der lange schlafen musste. Daraufhin zeigte sie auf die Katzen und wir sagten, dass unsere Katzen Mogli und Shiva bei uns sind und auch bleiben. Ich weiß nicht, wie viel sie wirklich verstanden hat, aber ich hatte das Gefühl, es für sie richtig gelöst zu haben. Noch am selben Abend haben wir Frodos Sachen zusammengeräumt, an der Stelle des Käfigs steht jetzt eine Spielzeugkiste. Diese hat Sina am nächsten Morgen entdeckt und scheinbar akzeptiert, dass der Käfig weg war.

Habt ihr ähnliche Erfahrungen gemacht? Dann hinterlasst uns gerne einen Kommentar und berichtet, wie ihr euren Kindern den Tod des Haustieres vermittelt habt.

Bildquelle: ©iStockphoto/Dzurag

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Ich bin Nicole. Bei revvet.de schreibe ich über unsere Mitbewohner auf vier Pfoten: Die beiden Katzen Shiva & Mogli und Zwergkaninchen Frodo. Was auch immer mir im Zusammenleben mit unseren Tieren interessant erscheint, findet hier seinen Platz. Kontakt über G+
2 KOMMENTARE
  1. Unsere Kinder waren deutlich älter (10 und älter), als unsere Haustiere starben. Und so wurden nach und nach die Kaninchen und die Sittiche im Garten beerdigt. Jedes Tier wurde nicht einfach nur in ein Loch in die Erde, sondern immer behutsam gebettet in einem Stoffbeutel oder einer kleinen Schachtel begraben.
    Die Kinder haben Kreuze gebastelt und auf die Gräber gestellt. Wir haben ein Blümchen gepflanzt (z.B. eine Primel) und den Kindern die Zeit gegeben, mit der Trauer fertig zu werden. Für die Kinder war es wichtig, die toten Tiere nicht einfach so zu entsorgen. Sie haben sich zur Erinnerung Bilder (Fotos) der Tiere in die Zimmer gehängt.

    Ställe bzw. Käfig wurden allerdings schnell abgebaut.

    Mittlerweile bevölkern Landschildkröten die Stellen, wo die anderen Tiere bestattet wurden, und ich bin recht zuversichtlich, dass es diesmal die Tiere sein werden, die uns überleben.

    • Hallo Lutz, vielen lieben Dank für deinen Kommentar. Ich finde es ganz toll, wie ihr eure Kinder einbezogen habt! Liebe Grüße, Nicole

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