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Die Vorfahren der Burma Katze (auch Burmese) wurden Thong Daeng (frei übersetzt: Kupferkatze) genannt. Grund für diese Namensgebung war ihre besondere Fellfarbe, die an Kupfer erinnert. Es handelt sich um eine alte Rasse: Dokumente belegen, dass diese ursprünglichen Burma Katzen bereits um 1700 in ihrer Heimat Myanmar lebten.

Wong Mau – die Urmutter der Burma Katze

Die Wurzeln der Burma Katze finden sich in Südostasien, genauer in Myanmar (ehemals Burma). 1930 besuchte der amerikanische Arzt Joseph Thompson die Stadt Rangun und wurde auf die dort lebenden Katzen mit braunem Fell aufmerksam. Diese Fellfarbe hatte er zuvor noch nicht bei Katzen gesehen. Um das genetische Geheimnis der Farbe zu lüften, nahm er ein Weibchen mit in seine Heimat: Wong Mau, die Urmutter der heutigen Burma Katze.
Es wird vermutet, dass Wong Mau durch die natürliche Paarung einer Siamkatze mit einer der ursprünglichen Burma Katzen hervorgegangen ist. Nach heutiger Rassedefinition würde man Wong Mau als Tonkanese bezeichnen. Zurück in seiner Heimat kreuzte Thompson die Katze zunächst mit einem Siamkater, im Anschluss folgten mehrere Inzuchtpaarungen mit ihren Söhnen, um dann wieder Burma-Katzen einzukreuzen. So entstand die heutige Rasse mit der typischen Sepia-Fellzeichnung.

Sepia-Muster
Ebenso wie die Siamkatze hat das Fell der Burma-Katze eine Point-Zeichnung. Hierbei handelt es sich um dunkel gefärbte Abzeichen (Points) an den kälteren Körperzonen (Ohren, Schwanz und Beine). Siamkatzen sind Teilalbinos: ihr Fell weist nur an den kälteren Point-Stellen Farbpigmente auf. Abseits davon ist es weiß, die Augen sind blau. Im Gegensatz dazu spricht man bei Burma-Katzen von einem Sepia-Muster. Die Pigmentproduktion ist nicht so stark eingeschränkt, sie haben dunkleres Fell. Aber auch sie haben Points an den kälteren Körperstellen.

Europäischer und Amerikanischer Rasse Typ

Im Laufe der Zeit entwickelten sich zwei Rasselinien: die Amerikanische Burma und die Europäische Burma. Begonnen hat die Zucht der Burma-Rasse in den USA und lange Zeit sah die Burma überall gleich aus. In den 1970er-Jahren wurde der Burma-Kater Good Fortune Fortunatus in den USA vorgestellt. Er sorgte für einen Wandel der Rasse: Neu an ihm war ein auffällig abgerundeter Kopf und eine kurze Nase. Fortan sollten alle Burma-Katzen so aussehen und er wurde zur Zucht eingesetzt. Good Fortune Fortunatus war aber Träger eines Gendefekts, der schwere Missbildungen des Kopfes zur Folge hat. In fast jedem Stammbaum der Amerikanischen Burma-Katze findet sich dieses Gen wieder.
Aus diesem Grund blieb man in anderen Ländern bei der ursprünglichen keilförmigen Kopfform. Amerikanische Blutlinien wurden außerhalb der USA konsequent von der Zucht ausgeschlossen, um zu verhindern, dass sich der Gendefekt weiterverbreitet.

Verspielte Schmusekatzen

Burma Katzen sind anhängliche und verschmuste Mitbewohner, dabei sind sie sehr aktiv und verspielt. Sie sind nicht gerne alleine und brauchen viel Zuwendung. Es empfiehlt sich, Burma-Katzen nicht als Einzeltiere zu halten, sondern mit einem Artgenossen zusammen.

Quellen:
Dr. Pierre Rousselet-Blanc (Hg.): Knaurs großes Handbuch der Katzen. Droemer Knaur. 1997
Gabi Schwab: Katzen – Samtpfötige Individualisten. area Verlag. 2008
Candida Frith-Macdonald: Katzen. Parragon Books Ltd.
Geliebte Katze, Ausgabe Juli 2013

Bildquelle:
©iStockphoto/Dixi_

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