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toxoplasmose katze

Forscher der University of Chicago haben untersucht, wie sich eine Infektion mit Toxoplasmose-Parasiten auf das Gehirn des Menschen auswirkt. Endwirt des Erregers ist die Katze, er kann aber auch den Menschen befallen. Die Forscher vermuteten, dass er nicht nur Wutanfälle auslösen könnte, sondern auch für psychiatrische Erkrankungen verantwortlich sein könnte. In der Studie, die im „Journal of Clinical Psychiatrie“ veröffentlich wurde, werden daher mögliche Zusammenhänge zwischen dem Virus und Aggressionen untersucht.

Die Vermutung: Toxoplasmose-Parasiten lösen Wutanfälle aus

Die Wissenschaftler haben folgende These formuliert: Wenn es eine erhöhte Anzahl von Antikörpern gegen den Parasiten im Menschen gibt, ist die Wahrscheinlichkeit einer erhöhten Aggression und einer gesenkten Impulskontrolle höher, wie wenn der Mensch nicht infiziert ist. Um dies zu bestätigen, wurden insgesamt 358 Erwachsene einer repräsentativen Zielgruppe untersucht.

Teile der Studienteilnehmer hatten sich alle mit Toxoplasmosa gondii infiziert. Bei manchen Menschen führte eine Infektion tatsächlich zu einer veränderten Hirnchemie.

Gut zu wissen:
Toxoplasmose kann sich zwar über Katzenkot auf den Menschen übertragen, aber es gibt auch andere Infektionswege, zum Beispiel nicht gut durch gebratenes Fleisch oder kontaminiertes Wasser. Wenn der Parasit im Wirt gelandet ist, setzt er sich in den Muskeln und im Hirn fest.

Die Veränderungen im Gehirn können zu Wutanfällen führen. Es können aber auch Erkrankungen wie Schizophrenie, Bipolare-Störungen oder Suizidalität durch den Parasiten ausgelöst werden.

Dr. Ellen C. Manning, Professor an der Universität von Chicago erklärte:

„Our work suggests that latent infection with the toxoplasma gondii parasite may change brain chemistry in a fashion that increases the risk of aggressive behaviour.“

Frei übersetzt:

„Die Ergebnisse unserer Studie deuten darauf hin, dass eine Infektion mit dem Toxoplasmosa gondii-Parasiten die Gehirnchemie so verändert, dass sich das Risiko von aggressivem Verhalten erhöht.“

Studienergebnisse

Die Forscher konnten also einen statistischen Zusammenhang zwischen einer Toxoplasmosa gondii-Infektion und psychatrischen Krankheiten nachweisen. Allerdings warnen sie davor, jetzt den umgekehrten Schluss zu ziehen. Es ist nicht nachgewiesen, dass der Parasit in jedem Fall Wutanfälle, Aggressionen oder sonstige Störungen auslöst.

Toxoplasmose: Gefahren für Katzenbesitzer

Das Wichtige für Katzenbesitzer: Man sollte wissen, dass Katzen Überträger des Toxoplasmose-Erregers sein können und was man beachten muss. Weitere Informationen zum Thema Toxoplasmose und Katzen.

Quelle:
http://www.psychiatrist.com/JCP/article/Pages/2016/v77n03/v77n0313.aspx
http://www.eurekalert.org/pub_releases/2016-03/uocm-pwr031816.php
Bildquelle:
©iStockphoto/Ysbrand Cosijn

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