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Die Perserkatze gehört zu den Langhaarkatzenrassen. Langhaarkatzen sind etwas Besonderes, denn das Langhaar-Gen wird rezessiv vererbt. Das bedeutet, dass beide Elternteile das Gen in sich tragen müssen, damit es vererbt werden kann. Daher sind die meisten Katzen, die sich frei verpaaren, kurzhaarig. Die Perser hat besonders seidiges und langes Fell. Die kurze Schnauze und das flache Gesicht sorgen zusätzlich dafür, dass die Perserkatze auffällt.

Orientalische Vorfahren

Der Name der Perserkatze erinnert an ihre Vorfahren. Vermutlich stammt sie von der Türkisch Angora ab, welche als die älteste Langhaarkatze gilt. Man kreuzte die türkische Angorakatze mit anderen Rassen, um eine Katze mit längerem Fell zu züchten. Gezüchtet wurde die neue Rasse in Großbritannien, als Name wurde Perser gewählt, da die Türkisch Angora aus einem Grenzgebiet zwischen der Türkei und Persien stammt. Die ersten Perserkatzen waren noch weit entfernt von dem heutigen Rassestandards. Im Laufe der Zeit entwickelte sich die Rasse durch Selektionstechniken, Inzuchtpaarungen und Einkreuzungen des europäischen Katzentyps. Schließlich entstand das typische Perser-Aussehen: das sehr feine Fell mit langem Unter- und Deckhaar, der gedrungene Körperbau und das flache Gesicht. Bereits auf der ersten Katzenausstellung im Jahr 1871 war die Perserkatze zu sehen.

Kindchenschema – rund und weich

Das Gesicht der Perserkatze ist rund und wirkt weich. Die Ohren sind im Verhältnis zum Kopf klein und weit auseinander stehend, ihre Form ist rund. Die Augen sind rund und stehen ebenfalls weit auseinander. Somit entspricht die Perserkatze dem Kindchenschema. Der Körperbau der Perser wirkt gedrungen, die Beine sind stämmig. Das Gesicht ist durch die kurze, breite Nase sehr flach. Die Nase verläuft nicht fließend, sie hat einen ausgeprägten Stopp. Die ausgeprägten Wangen und die Wölbung der Stirn verleihen der Perserkatze ihr auffälliges Seitenprofil.

Das Fell der Perserkatze ist seidig, weich und sehr lang – etwa 10 Zentimeter, bei Showkatzen mitunter noch länger. Das Fell wird verstärkt durch lange und dichte Unterwolle. Typisch für die Perserkatze ist die flauschige Halskrause und der buschigen Schwanz.

Fellpflege der Perserkatze – ein Muss

Ohne Pflege geht es nicht: So besonders wie das seidige Perser-Fell ist, so pflegeintensiv ist es. Das lange Fell der Rasse neigt dazu, zu verfilzen. Daher muss es jeden Tag gekämmt werden. Wenn man nur wenige Tage auslässt, kommt es zu Verfilzungen, deren Entfernung für die Katze schmerzhaft sein kann. Ein guter Züchter weiß um die besondere Fellpflege der Perserkatze und gewöhnt die Kätzchen von Beginn an, an das tägliche Kämmritual.

Rassetypische Probleme der Perserkatze

Durch das flache Gesicht ist es nicht selten, dass die Perserkatze Probleme beim Atmen hat. Medizinisch spricht man von Brachycephalie (Kurzköpfigkeit), die auch bei einigen Hunderassen zu sehen ist, zum Beispiel beim Mops. Wenn die Atembeschwerden zu schlimm werden, hilft nur noch eine Operation. Außerdem kann es sein, dass die Tränenkanäle verstopft sind. Die Folge sind ständig tränende Augen. Daher sollte man als Halter einer Perserkatze jeden Tag die Augen sauber machen. Vernachlässigt man die Augenpflege, hinterlässt die Tränenflüssigkeit dunkle Rinnen. Es kann sein, dass mit der Zeit anhaltende Flecken im Gesicht bleiben.

Die perfekte Wohnungskatze

Perserkatzen sind sehr ruhig und ausgeglichen. Durch ihre friedliche Art vertragen sie sich gut mit anderen Katzen und auch mit Hunden. Sie spielen nicht proaktiv, lassen sich aber gerne zu einem Jagdspielchen auffordern. Perserkatzen haben keinen besonders ausgeprägten Freiheitsdrang, so dass sie sich sehr gut für die Wohnungshaltung eignen.

Quellen:

  • Candida Frith-Macdonald: Katzen. Parragon Books Ltd.
  • Gabi Schwab: Katzen – Samtpfötige Individualisten. area verlag gmbh. 2008
  • Dr. Pierre Rousselet-Blanc (Hg.): Knaurs großes Handbuch der Katzen. Droemer Knaur. 1997
  • Bildquelle: ©iStockphoto/Olivia7

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