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In den USA ist bekanntlich alles größer: Straßen und Highways, Portionen im Diner oder Restaurant und oft auch die Menschen. Da kann man sich denken, dass es bei den Tierfachgeschäften nicht anders sein darf: Petco, PetSmart und Co. müssen riesige Tierbedarfscenter sein, die von der auf die individuelle Wohnungseinrichtung abgestimmte Futterdose über Giftschlangen bis hin zum sprudelnden Trinkbrunnen alles unter einem Dach anbieten.

Mega-Angebot für Tierfreunde

Und man muss zugegeben, dass riesige Angebot ist verlockend. Tierbesitzer müssen sich keine Gedanken mehr darüber machen, ob der neue Kratzbaum des Stubentigers die moderne Designer-Inneneinrichtung verschandeln könnte, sondern können sich das Katzenaccessoire einfach im passenden Stil aussuchen. Wessen Katze gerne in Kartons spielt, muss nicht mehr auf das nächste Päckchen von Amazon warten, sondern kann seinem Vierbeiner einfach ein vorgefertigtes Cardboard Castle kaufen. Und welcher Hund möchte schon noch in einer einfachen Hütte hausen, wenn Herrchen im Garten auch ein mehr oder weniger stylisches Iglu passend zur Jahreszeit aufbauen kann.

Vielfalt statt Fachwissen

Doch so gut die Breite des Sortiments auch sein mag, tiefes Fachwissen der Mitarbeiter kann sie nicht ersetzen. Denn auf wirklich hilfreiche Ratschläge oder vielversprechende Antworten des Personals muss man dort leider meist vollkommen verzichten. Dabei wäre eine umfassende Aufklärung vor allem bei dem Angebot an exotischen Tieren umso wichtiger! Denn wo Königspythons als neues Familienmitglied angepriesen werden, Echsen in jeglicher Form und Größe auf ein neues Zuhause warten und selbst Laubfrösche und Frettchen als normalstes Haustier der Welt bezeichnet werden, sollte ein fachkundiger Mitarbeiter nicht fern sein. Bei Petco und Co. setzt man im Gegensatz aber lieber zu kurzgefassten Informationsblättchen, die sich jeder Tierliebhaber oder Sammler im Internet selbst ansehen kann, wenn er denn Zeit und Lust dazu hat.

Selbstgemacht ist doch am besten!

Auch die Haltung der Tiere mag dem ein oder anderen Tierfreund schwer im Magen liegen. Kleine Käfige oft ohne jegliche Bepflanzung und wenig Ausstattung machen nicht nur einen schlechten Eindruck, sondern geben ungeschulten Interessenten noch dazu ein schlechtes Vorbild. Da liegt der Gedanke nicht fern, dass auch auf eine artgerechte Haltung und vor allem Unterhaltung der Tiere keinen Wert gelegt wird, wenn schon der Lebensraum der Tiere vernachlässigt erscheint. Dann baut man sich den Karton der Katze oder die Hundehütte im Garten doch lieber selber – auch wenn das etwas mühsamer sein soll. Immerhin kann man seinen Lieblinge dann mit gutem Gewissen darin beim Toben und Ausruhen zusehen.

Bildergalerie: Zu Besuch bei Petco

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Ich bin Lisa und ich habe Kulturjournalismus studiert. Neben der Liebe zum geschriebenen Wort schlägt mein Herz für Tiere. Deswegen verbinde ich hier bei revvet beide Interessen und schreibe als Gastautorin über aktuelle Trends und Themen aus dem Haustierbereich. Ich bin mit Hunden aufgewachsen und werde sicherlich auch einige Erlebnisse mit den Hunden Rübe und Nele teilen. :-)
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