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Gerade will ich meinen Löffel in den Puddingbecher tauchen. Dabei werde ich das Gefühl nicht los, dass ich beobachtet werde. Und tatsächlich: vor mir sitzt die eine Katze, neben mir die Zweite. Dennoch widerstehe ich ihren Blicken und esse meinen Pudding alleine. Denn viele unserer Nahrungsmittel können Katzen schaden, einige sogar richtig gefährlich werden. Im Folgenden findest du zehn Nahrungsmittel, die lieber nicht in die Pfoten deiner Katzen gelangen sollten.

1. Milch

Die meisten Katzen mögen Milch, obwohl ihnen diese nicht bekommt. Denn Katzen fehlt das Verdauungsenzym Laktase, das notwendig ist, um den Milchzucker (Laktose) aufzubrechen. Diese sogenannte Laktoseintoleranz führt zu Verdauungsbeschwerden, wie zum Beispiel Durchfall. Gib deiner Katze also lieber laktosefreie Milch oder spezielle Katzenmilch, die ebenfalls laktosefrei ist.

2. Obstkerne

Obstkerne sind ein wundervolles Katzenspielzeug. Allerdings enthalten die Kerne auch Giftstoffe, wie zum Beispiel Blausäure. Die Avocado ist besonders gefährlich, da der Kern Pepsine enthält. Der ganze Avocado-Baum enthält diesen Stoff, deswegen dürfen Katzen auch nicht mit der Schale spielen. Falls die Katze doch etwas zu sich genommen hat, bring sie zu einem Tierarzt. Denn die Symptome reichen von Darm- über Atemwegsbeschwerden bis hin zu Flüssigkeitseinlagerungen um das Herz. In schlimmen Fällen führt eine Pepsinvergiftung zum Tod.

3. Rosinen

Rosinen sind für Menschen ein leckerer Snack, für Katzen können sie tödlich sein. Bereits kleine Mengen von Rosinen führen zu Durchfall und Erbrechen. Im schlimmsten Fall greifen die in den Rosinen enthaltenen Stoffen die Nieren an. Leider ist noch nicht bekannt, welcher Inhaltsstoff genau für Katzen gefährlich ist. Symptome sind Appetitlosigkeit, verminderter Bewegungsdrang, Schwäche, Bauchschmerzen und die verminderte Abgabe von Urin. Die Beschwerden treten meist innerhalb von 24 Stunden auf. Sollte die Katze Rosinen gefressen haben, ist Eile angebracht! Das Tier sollte schnell zu einem Tierarzt gebracht werden.

4. Zwiebeln

Die in Zwiebeln enthaltenen Schwefelstoffe zerstören die roten Blutkörperchen von Katzen. Zwiebelpulver wird oft als verstecktes Gewürz zugegeben, man sollte also immer auf die Inhaltsstoffe von Produkten achten.

5. Knoblauch

Knoblauch ist ein Mitglied der Zwiebelfamilie. Allerdings sind die Inhaltsstoffe in Knoblauch sehr viel konzentrierter als in regulären Zwiebeln. Er enthält N-Propyldisulfid und Allyproplylsulfid – beide Stoffe können bei Katzen zu Vergiftungen führen.

6. Alkohol

Der Katzenorganismus kann Alkohol viel langsamer abbauen als unser Organismus. Hinzu kommt, dass Katzen sehr viel weniger Körpergewicht haben als wir. So reichen schon kleinste Mengen Alkohol aus, um zu Ausfallerscheinungen zu führen. Katzen sollte also niemals Alkohol angeboten werden!

7. Koffein & Schokolade

Nahrungsmittel, die Koffein enthalten, sind gefährlich für Katzen. Das Koffein wirkt dehydrierend und stimuliert Herz- und Nervensystem. Besonders gefährlich ist Schokolade: Sie enthält Theobromin. Theobromin ist strukturverwandt mit Koffein und kann Vergiftungserscheinungen auslösen.

8. Fett

Wenn man gerade das Steak von Fettstreifen befreit hat, sollte man diese entsorgen und nicht an die bettelnde Katze verfüttern. Fett kann Magenprobleme, Erbrechen und Durchfall verursachen.

9. Grüne Bohnen, Paprika und rohe Kartoffeln

Grüne Bohnen enthalten das für Katzen giftige Phasin. Es kann Erbrechen und Magenblutungen zur Folge haben. In Paprika, grünen Tomaten oder rohen Kartoffeln ist der Stoff Solanin enthalten. Das Gift der Nachtschattengewächse kann zu starkem Durchfall und Atemlähmung führen.

10. Rohe Eier

Rohe Eier sollten immer mit Vorsicht genossen werden. Man sollte sich sicher sein, dass die Eier keine Bakterien, wie Salmonellen oder E.Coli enthalten. Allerdings sind Eier auch ohne Bakterien weiterhin gefährlich, da sie Avidin enthalten. Das Protein kann die Vitamin B-Aufnahme verhindern.

Weitere gefährliche Nahrungsmittel für Katzen

Die genannten Nahrungsmittel stellen nur die Spitze des Eisberges dar: Kaugummi und Bonbons können das für Katzen giftige Xylitol enthalten. Rohes Schweinefleisch gilt als Überträger des Aujeszky-Virus. Hefeteig führt zu Gärungsprozessen im Magen. Zusätzlich zu den Bauchschmerzen, wird dabei auch noch Alkohol freigesetzt, der für weitere Komplikationen sorgt. Grundsätzlich sollten Katzen nur artgerechtes Futter erhalten.
Manchmal sind unsere Katzen aber schneller als wir: Sollte doch einmal etwas vom Tisch geklaut werden, gilt: Große Aufmerksamkeit. Die Katze muss beobachtet und gegebenenfalls zum Tierarzt gebracht werden.

Bildquelle: ©iStockphoto/RooIvan

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Ich bin Sebastian und schreibe hier (zumindest teilweise) über Mogli, Frodo und Shiva, allerdings bin ich bei weitem nicht so kreativ wie Nicole ;-). Ich bin eher der technische Part von revvet.de, mache also hier komische Dinge mit HTML, css und php.
1 KOMMENTAR
  1. Lieber Sebastian,

    bei uns ist vor etwa 2 Jahren eine offenbar als Jungtier ausgesetzte (weibliche) Katze „eingezogen“, die mittlerweile geschätzt (frühere BetreuerInnen, Tierärztin) etwa 8 Jahre alt sein dürfte und die seit ihrer Aussetzung überwiegend frei lebt, aber immer von netten Menschen mitbetreut wurde (Winterquartier, Zutritt ins Haus, Fütterung wenn von Katze gewünscht, Tierarzt bei Verletzung und offensichtlicher Verwurmung …). Aufgrund verschiedener Umstände haben wir sie im Einvernehmen mit den VorbetreuerInnen in unsere Betreuung übernommen, obwohl wir niemals ein Haustier wollten – aber diese Katze hat uns vom Gegenteil überzeugt … ;-))

    Soweit die lange Vorgeschichte zu meiner Vermutung: Ich glaube, eine Katze, die selber Erfahrung mit ihrer Ernährung hat und für diese überwiegend selbstverantwortlich war und ist, weiss, was für sie gut ist.

    „Unsere“ Katze liebt Mäuse – im Frühjahr/Sommer/Herbst fängt sie (beobachtet) mindestens 3-5 Mäuse pro Tag auf den umliegenden Feldern und verzehrt sie restlos, da lehnt sie Zusatzfütterung übewiegend ab. Im Winter ist sie zu ungeschickt oder hat keine Lust dazu, sich von den zahllosen Vögeln auf den Futterplätzen welche zu fangen, da nimmt sie gerne (Katzenfutter-) Fütterung an, ist dabei aber recht heikel („in der Not“ frisst sie’s dann mal doch, geht aber oft zuvor mal eine Stunde oder so auf – vermutlich erfolglose – „Eigenjagd“).

    Zu den „gefährlichen Nahrungsmitteln“:

    ad 1. Milch: Diese liebt sie – aber verdünnte Milch, laktosefreie Milch oder gar Katzenmilch lehnt sie überzeugend ab. Normale Frischmilch (3.5 % Fett), idealerweise Bauernmilch (direkt von der Kuh), Schlagobers (=Sahne), Sauerrahm etc. etc. mag sie sehr – allerdings nicht mehr als ein Kaffee- bis Esslöffel voll, den Rest lehnt sie ab. Genauso mag sie Käse, vor allem Weichkäse (Empfehlung der Tierärztin mal, ihr mal notwendiges Medikament in einem kleinen Camembert-Stück zu verstecken), aber mehr als ein Stück 1 x 1 x 1 cm isst sie nicht.

    ad 6. Alkohol: Meines Wisses lehnen Katzen Alkohol schon an sich zutiefst ab, in der frühen psychologischen Forschung gab es Experimente, unter welchen Umständen Katzen doch bereit sind, Alkohol zu konsumieren – heute würde das unter „Tierquälerei“ fallen. Einer Katze Alkohol verabreichen zu können, halte ich für ausgeschlossen (ausser unter „tierquälerischen Umständen“), meine Katze meidet mich, wenn ich zuviel getrunken habe (nimmt es offenbar über die Atemluft war, so wie ein Alkomat …)

    ad 9. Grüne Bohnen, Paprika und rohe Kartoffeln: Auf die Idee, das in rohem Zustand (ausgenommen Paprika = andere Kategorie) seiner Katze zu verabreichen muss man erst mal kommen (und im Garten kommen sie – die Katzen – selber nicht auf die Idee) weil das ja selbst für uns giftig wäre (ohne Kochen). Aber es kann schon sein, dass Katzen – gekochte (!!!) – Hülsenfrüchte mögen: Meine mag etwa (gekochte) Kichererbsen und Bohnen – aber nach 3-4 Stück mag sie’s nicht mehr (und mehr bekommt sie auch nicht).

    ad 10. Rohe Eier: Diese mag sie – in hrem Rahmen – sehr gerne: Koche ich etwa mit (Bio-) Eiern (gemixt) freut sie sich sehr, wenn ich ihr einen Kaffeelöffel davon (roh) abgebe (wenn sie gerade da ist), auch Stücke von gekochten Eiern mag sie gerne. Und ich denke, es schadet ihr nicht.

    ad „artgerechtes Futter“: Da bin ich mir sicher, dass absolut KEIN im Handel erhältliches Futter dieses Kriterium erfüllt – ARTGERECHT wären Mäuse, Vögel, Wühlmäuse, Maulwürfe, vielleicht mal ein kleiner Fisch und anderes was eine Katze selber erlegen kann – Rind, Schaf, Pute, Huhn, Lachs, Thunfisch … (was so alles drinnen ist im üblichen Katzenfutter – und zusätzlich Gemüse und event. Zusatzstoffe aller Art) – und das als „Resteverwertung“ – ist GANZ SICHER NICHT ARTGERECHT !!!!! (keine Katze hätte hier eine Chance, das selber zu erlegen bzw. essen zu wollen [speziell Gemüseanteil], also bitte Vorsicht mit diesem Begriff …)

    LG, Marco

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