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Hundebesitzer wussten es schon immer – Jetzt ist auch wissenschaftlich bewiesen, die Vierbeiner sind viel intelligenter, als bisher angenommen. Neue Gehirnscans zeigen, dass sie sowohl bei der Hirnleistung, als auch bei ihren sozialen und kognitiven Fähigkeiten sehr viel mehr drauf haben, als Forscher dachten.

Hunde können hunderte Wörter lernen

Ein besonders eindrucksvolles Beispiel ist der Border Collie Chaser. Chaser wurde von seinem Herrchen, dem Psychologieprofessor John Pilley, darauf trainiert, mehr als 1.000 unterschiedliche Wörter zu erkennen. In der Studie, die 2011 im „Behavorial Processes“ Magazin erschien, belegt der Professor, dass sein Hund 1.022 unterschiedliche Spielzeuge kennt. Er hat seinem Hund jeden einzelnen Namen beigebracht, so dass er mit mehr als 95% Sicherheit, dass Richtige bringt. Jetzt ist der Professor sogar noch weiter gegangen. Er lernte mit seinem Tier unterschiedliche Verben. Chaser kennt den Unterschied zwischen „etwas aufheben„, „die Pfote auf etwas legen“ und „die Nase auf etwas legen„.

Andere Experimente zeigen, dass Hunde bei einigen Tätigkeiten sogar intelligenter als Bonobo Affen sind. Sie verfügen über eine Fähigkeit, die sich „soziale Folgerung“ nennt. Das bedeutet, dass sie ihre Umwelt sehr genau beobachten. Sie können aus einer Handlung, von einem Menschen ableiten, was dieser ihnen sagen will. Wenn man zum Beispiel ein Leckerli unter einer Tasse versteckt und daneben eine zweite, leere Tasse stellt und dann mit dem Finger auf die Tasse mit dem Leckerli zeigt, so lernt und versteht der Hund die Geste und läuft zur „richtigen“ Tasse.

Fühlen Hunde Liebe?

Greg Berns, ein Neurowissenschaftler, beschäftigt sich mit der Frage, ob Hunde so etwas wie Liebe empfinden können. Er verwendet fMRI (funktionale Magnetresonanztomographie), um mehr über die Gefühle von Hunden zu erfahren. Seine größte Herausforderung war, den Tieren beizubringen, dass sie mindestens 30 Sekunden lang, sehr ruhig in dem Gerät liegen müssen. Einer seiner Tests ist, den Hunden ein T-Shirt zum schnüffeln zu geben. Wenn das T-Shirt nach ihrem Herrchen oder Frauchen riecht, dann wurde das Nucleus caudatus aktiviert. Wenn es ein fremder Geruch war, haben die Tiere nicht reagiert. Dieser Teil des Gehirns ist unter anderem für die Kontrolle willkürlicher Bewegungen (wie z.B. einem Schwanzwedeln) verantwortlich. Die Frage, ob Hunde so etwas wie Liebe empfinden können, ist damit noch nicht abschließend geklärt. Es lässt sich jedoch sagen, dass Hunde uns nicht nur als Futter- und Heimspender sehen, sondern sich wirklich freuen, wenn sie ihr Herrchen oder Frauchen sehen oder riechen.

Quellen:
Studie – 1022 Spielzeuge
Experimente – soziale Folgerung

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Ich bin Sebastian und schreibe hier (zumindest teilweise) über Mogli, Frodo und Shiva, allerdings bin ich bei weitem nicht so kreativ wie Nicole ;-). Ich bin eher der technische Part von revvet.de, mache also hier komische Dinge mit HTML, css und php.
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