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Die Maine Coon gilt als sanfter Riese unter den Katzenrassen. Sie ist anhänglich, verspielt und überaus gesellig. Mitunter wird sie daher auch als Hund-Katze bezeichnet. Außerdem ist sie ist die Größte aller Rassen unter den Hauskatzen. Was die Maine Coon sonst noch ausmacht, erfahren Sie im Folgenden.

Der Waschbär und die Maine Coon

Die Maine Coon stammt aus Amerika, genau genommen aus dem Bundesstaat Maine. Das erklärt den ersten Teil des Rassenamens. Coon ist die Kurzform für racoon, übersetzt: der Waschbär. Der buschige und lange Schwanz der Maine Coon ähnelt dem eines Waschbären, daher wurde der Rassename entsprechend ergänzt. Zudem gibt es die Legende, dass die Maine Coon durch die Kreuzung einer Katze mit einem Waschbären entstanden ist. Dafür spräche, dass die Maine Coon im Gegensatz zu anderen Katzen eine besondere Vorliebe für Wasser hat. Die Kreuzung einer Katze mit einem Waschbären ist aber biologisch möglich.
Wahrscheinlicher ist, dass die Rasse von Schiffskatzen abstammt, die von Einwanderern mitgebracht wurden. Es gibt Vermutungen, dass die Maine Coon von der Türkischen Angora abstammt. Erwiesen ist das aber nicht. Sicher scheint jedoch, dass die Ursprungspopulation das Langhaargen aufwies. So konnte sich die Rasse perfekt an die Witterungsbedingungen anpassen und war auch für raue Winter gewappnet. Die Maine Coon zählt, ebenso wie die Norwegische Waldkatze, zu den natürlichen Katzenrassen.  Sie ist nicht durch menschliche Züchtung entstanden, sondern wird durch diese nur erhalten.

Gut zu wissen: Die Maine Coon entwickelt sich im Vergleich zu anderen Rassen langsam und ist erst mit drei Jahren ausgewachsen.

Imposant und flauschig

Die Maine Coon gilt als größte Katzenrasse. Ein ausgewachsener Kater kann bis zu 10 Kilogramm auf die Waage bringen. Damit ist sie größer als mancher Familienhund. Der Körper ist sehr muskulös und kräftig, der Knochenbau stark und schwer. Die Pfoten der Maine Coon sind groß und rund, zwischen den Zehen befinden sich Fellbüschel. Der Kopf ist breit und hat auffallend hohe Wangenknochen. Die Ohren der Maine Coon sind groß und spitz. An den Ohrenspitzen befinden sich luchsartige Pinsel.

Das Fell der Rasse ist sehr dicht, dabei nur halblang und mit wenig Unterwolle ausgestattet. An der Unterseite, am Schwanz und an den Flanken ist das Fellkleid deutlich länger. Während das Sommerfell deutlich kürzer ist als das Winterfell, bleibt das Fell am Schwanz der Katze unverändert. Wer sich mit dem Gedanken trägt, eine Maine Coon anzuschaffen, sollte sich bewusst sein, dass die Fellpflege mit einigem Aufwand verbunden ist. Zwar braucht es keine übermäßige Pflege, aber regelmäßiges Kämmen ist Pflicht.

Verspielter Schmuseriese

Die Maine Coon gilt als sehr gesellig und verträglich. Sie versteht sich mit anderen Katzen, aber auch mit Hunden. Sie braucht Platz zum Spielen, Toben und Klettern. Die Maine Coon ist nicht nur sehr verspielt, sondern auch sehr intelligent. Es ist nicht selten, dass Maine Coons Türen oder auch Wasserhähne öffnen können. Sie apportiert in der Regel gerne, mag das Spiel mit Wasser und zeigt häufig die Eigenart, Futter mit der Pfote aus dem Napf zu nehmen und aus der Pfote zu fressen. Bei aller Verspieltheit mag die Maine Coon aber auch ihre Schmuseeinheiten und genießt diese ausdauernd.

Quellen:
– Candida Frith-Macdonald: Katzen. Parragon Books Ltd.
– Gabi Schwab: Katzen – Samtpfötige Individualisten. area verlag gmbh. 2008
– Dr. Pierre Rousselet-Blanc (Hg.): Knaurs großes Handbuch der Katzen. Droemer Knaur. 1997

Bildquelle:
©iStockphoto/BettinaSampl

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Ich bin Nicole. Bei revvet.de schreibe ich über unsere Mitbewohner auf vier Pfoten: Die beiden Katzen Shiva & Mogli und Zwergkaninchen Frodo. Was auch immer mir im Zusammenleben mit unseren Tieren interessant erscheint, findet hier seinen Platz. Kontakt über G+
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