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Herbstzeit ist Erkältungszeit – gegen die typische verstopfte Nase hilft kaum ein Hausmittel so gut wie Inhalieren. Das gilt auch für Katzen: Inhalieren ist ein sanftes Mittel, mit dem man das Katzennäschen schnell wieder frei bekommt. Jetzt wird sich mancher denken: Inhalieren mit einer Katze? Wir nicken an der Stelle bekräftigend. Denn unsere Katze Shiva hatte bereits öfter einen Schnupfen mit richtiger Rotznase. Sobald wir merken, dass sie anfängt zu schnorcheln, wird inhaliert und das wirkt meistens Wunder. Im Folgenden lest ihr, wie es geht!

Inhalieren mit der Katze – häufige Fragen

Womit dürfen Katzen inhalieren?

Zum Inhalieren eignet sich am besten Meersalz. Hierfür einen Liter Wasser kochen und einen Teelöffel Meersalz darin auflösen. Alternativ eignen sich auch Kamillenblüten oder Kamillosan-Tropfen, um eine Inhalationslösung für Katzen herzustellen. Wenn ihr beides nicht zur Hand habt und trotzdem mit eurer Katze inhalieren möchtet, könnt ihr auch einfach nur heißes Wasser verwenden. Der Wasserdampf allein kann auch schon schleimlösend wirken.

Wie inhaliert man mit Katzen?

  • Sicherheit geht vor: Zum Inhalieren setzt die Katze am besten in ihre Transportbox. Ansonsten kommt es leicht zu Verbrennungsunfällen mit dem heißen Wasser.
  • Die vorbereitete Inhalationslösung wird in eine Plastikschale gegossen und vor das Gitter der Transportbox gestellt.
  • Die Transportbox wird nun mit einem Tuch abgedeckt. Wenn die Katze noch nie inhaliert hat, kann man vorsichtig starten und nur drei Seiten abdecken. Besser funktioniert es aber, wenn alle Seiten abgedeckt sind und die Schale mit der Inhalationslösung vor dem Gitter auch unter dem Tuch steht. Die Dämpfe breiten sich unter dem Tuch aus, die Katze atmet sie ein und ihre Atemwege werden befreit.
  • Achtung: Achtet unbedingt darauf, dass genug Platz zwischen Box und Schüssel ist, damit die Katze nicht mit den Pfoten an die heiße Flüssigkeit gelangen kann.
  • Wichtig: Nach der Inhalation solltet ihr die Katze noch einen Moment in der Transportbox behalten und sie langsam an die Zimmertemperatur gewöhnen. Durch einen schnellen Wechsel von dem feuchtheißen Klima unter dem Tuch zur normalen Temperatur kann es zu Kreislaufproblemen kommen.

Tipp: Mitinhalieren
So richtig begeistert sind wohl die wenigsten Katzen, wenn sie inhalieren sollen. Um den Vorgang für Shiva angenehmer zu gestalten, stecke ich meinen Kopf immer mit unter die Decke und reiche ihr zwischendurch ein Leckerli.

Wie oft und wie lange sollte eine Katze inhalieren?

Damit die Inhalation Wirkung zeigt, sollte die Katze mindestens drei Minuten und maximal zehn Minuten inhalieren. Um die Atemwege zu befreien, kann man die Katze ein- bis zweimal am Tag inhalieren lassen.

Wichtiger Hinweis: Die Gesundheitsinformationen auf http://revvet.de sind ausschließlich zu Informationszwecken bestimmt. Sie dürfen nicht verwendet werden, um eigenständig Diagnosen zu stellen oder Behandlungen zu beginnen. Die veröffentlichten Inhalte stellen weder eine Beratung dar, noch eine Kauf- oder Anwendungsempfehlung von Medikamenten oder anderen Gesundheitsprodukten. Bitte wenden Sie sich bei gesundheitlichen Problemen Ihres Tieres immer an Ihren Tierarzt!

Quellen:
http://www.tierheilpraxis-wick.de/dies-das/inhalieren-mit-der-katze/, Abruf 18.09.16
Dr. med. vet. Rudolf Deiser: Naturheilpraxis Katzen. Gräfe und Unzer Verlag. 2010

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Ich bin Nicole. Bei revvet.de schreibe ich über unsere Mitbewohner auf vier Pfoten: Die beiden Katzen Shiva & Mogli und Zwergkaninchen Frodo. Was auch immer mir im Zusammenleben mit unseren Tieren interessant erscheint, findet hier seinen Platz. Kontakt über G+
2 KOMMENTARE
  1. Toller Beitrag.

    Da ich selber leicht zu Bronchitis neige habe ich seit letztem Winter ein Inhalationsgerät, da strömt dann gut der Dampf der Isotonen Lösung raus.

    Bzgl. Kamille habe ich unterschiedliches gehört (Schleimhäute) und lt. meiner TÄ soll da auf keinen Fall ein Teeaufguss inhaliert werden, da dort nicht nur Kamille in den Teebeuteln enthalten sei.

    Viele Grüße
    Marlene

    • Hallo Marlene,

      danke für die Ergänzung mit den Teebeuteln! Wir haben anfangs tatsächlich auch den Fehler gemacht, die Beutel zu nehmen, weil wir nichts anderes da hatten. Wir haben dann relativ schnell auf reine Kamillenblüten gewechselt. Mittlerweile ist unser Favorit das Meersalz – für unsere Katzen und auch uns selbst. 🙂

      Liebe Grüße,

      Nicole

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