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Welcher Katzenbesitzer kennt das nicht: „Da haben Sie Ihrem Stubentiger gerade supertolle Spielzeuge aus dem Internet bestellt, Sie öffnen neugierig und erwartungsvoll den Karton und präsentieren stolz die neuesten Errungenschaften. Und was macht die Katze? Sie beschnüffelt kurz die neuen Spielzeuge und setzt sich dann ganz gemütlich in die leere Schachtel. Später fegt sie, wie von der Tarantel gestochen mit den Plastiklaschen, die das Paket zusammengehalten haben, durch die Gegend.“ Als ich diese Stelle im Buch „Alles für die Katz“ von Katzenpsychologin Heike Grotegut gelesen habe, musste ich lachen. Denn diese Momentaufnahme hätte von uns sein können. Katzen lieben es zu spielen. Aber sie tun es nicht zwingend mit dem, was wir für sie aussuchen. Oftmals sind es die einfachen Dinge, die viel interessanter sind, als die teuren Katzenspielzeuge, die es im Handel gibt. Deswegen basteln wir immer mal wieder selber für Mogli und Shiva und ich war sehr gespannt auf das Buch von Frau Grotegut.

Unsere DIY-Anleitungen für Katzenspielzeug findet ihr hier: Katzenspielzeug selber machen.

Der Aufbau des Buches

Nach einer kurzen Einleitung gliedert sich das Buch in folgende Kapitel:

Cats just wanna have fun

In diesem Kapitel erfährt der Leser zunächst interessante Grundlagen zum Spielverhalten seiner Stubentiger, zum Beispiel: Warum spielt die Katze, wie sie spielt? Von welchen Spielzeugen lässt man lieber die Finger, weil sie für Frust sorgen? Was tun, wenn die Katze nicht spielen mag?

Es folgen die ersten Spielideen, die unter dem Motto stehen: „Gutes muss nicht teuer sein“. Danach gibt die Autorin Anregungen für Spiele, die auf dem Sofa oder dem Tisch gespielt werden können – ideal für Katzenbesitzer, die nicht mehr so beweglich oder krank sind.

„Spielen ist geprägt von Verhaltensweisen der Jagd: Die Katze lauert, schleicht sich und erstarrt mitten in der Bewegung, sie springt die Beute an, die sie mit den Pfoten schlägt und festhält.“

Brain tuning for cats

Im zweiten Kapitel des Buches geht es um Intelligenzspielzeuge, die die grauen Zellen der Katzen in Schwung halten sollen. Auch hier gibt es zunächst einige grundlegende Informationen, bevor es mit den Spielanleitungen losgeht. Hier wird alltäglichen Dingen ein neues Leben als Katzenspielzeug eingehaucht, zum Beispiel: Streichholzschachteln, Eierkartons, Plastikbecher, Küchenpapierrollen, … Es folgen Anleitungen für Fummelbretter, Suchspiele und Jagdspiele.

„Denkspiele ersetzen zu Hause einen Teil der täglichen Jagd. Die Mieze muss ihren Scharfsinn einsetzen, um Leckereien oder Futter zu ergattern.“

Im Rausch der Düfte

Der Titel des Kapitels lässt es den Katzenkenner erahnen: Es geht um berauschende Spielzeugideen mit Baldrian, Katzenminze und Co. Auch hier gibt es vorweg interessante Informationen.

„Die Ekstase dauert fünf bis fünfzehn Minuten, ist weder gesundheitsschädlich noch macht sie süchtig.“

Zimmer mit Aussicht

Das letzte Kapitel enthält nur eine Bastelanleitung, die hat es aber in sich: ein Kratzbaum aus Echtholz. Dazu gibt es Informationen, warum Katzen gerne beobachten und wie man ihnen interessante Beobachtungsposten schaffen kann.

Unser Fazit zum Buch

Das Buch „Alles für die Katz!“ ist eine schöne Sammlung von Anregungen, wie man seine Katze mit einfachen Mitteln glücklich machen kann. Für Katzenhalter, die sich schon länger mit DIY-Katzenspielzeug beschäftigen, werden einige der Bastelanleitungen bereits bekannt sein. Dennoch nimmt man sicher die ein oder andere Idee mit, die man neu ausprobieren kann. Sehr gut gefällt mir, dass jede Anleitung mit einem Schwierigkeitsgrad ausgezeichnet ist:

1 Stern: einfach,
2 Sterne: mittel,
3 Sterne: anspruchsvoll.

Ebenfalls gut gefallen mir die Informationen zum Spielverhalten von Katzen. Dieses Wissen kann man auch gut nutzen, wenn man sich eigene Spielkreationen ausdenkt. Sicher sind einem nicht alle Informationen neu, aber dennoch sind sie durchaus interessant zu lesen.
Einen Minuspunkt bekommt das Buch aber von mir bei der Wahl der Kapitelnamen. Diese sind zum Teil in englischer Sprache und wechseln dann zum Deutschen. Dies zieht sich leider auch bei den Überschriften innerhalb der Kapitel durch.

Beispiel:

Kapitel: Cats just wanna have fun

Überschrift: The funny side of life
Zwischenüberschrift: Hunting high & low
Überschrift: Tipps & Tricks
Zwischenüberschrift: It’s playtime
Zwischenüberschrift: A question of time
Zwischenüberschrift: Rules of attraction
Zwischenüberschrift: Spielen – aber sicher!
Zwischenüberschrift: Home, sweet home
Zwischenüberschrift: Wenn die Katz‘ nicht spielen mag

Bei einem Buch in deutscher Sprache erwarte ich deutsche Überschriften. Und wenn es schon Englische sein müssen, dann wenigstens konsistent verwendet. Letztlich ist das vielleicht Geschmackssache, vielleicht macht die Autorin es aber ihren Lesern, deren Englischkenntnisse eingerostet sind, unnötig schwer.

Alles für die Katz!
Heike Grotegut
Ulmer Verlag
ISBN 978-3-8001-0303-4
15,90€ bei Amazon

Anmerkung: Das Buch „Alles für die Katz!“ wurde uns freundlicherweise als Rezensionsexemplar vom Ulmer Verlag zur Verfügung gestellt.

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