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Ist die Katze krank, braucht sie nicht selten Tabletten. Diese in sie hinein zu bekommen, ist gar nicht so leicht. Eine kürzlich veröffentlichte Studie der Universität von Helsinki will jetzt die Grundlage für eine bessere Medikamentengabe bei Katzen legen. Getestet wurden spezielle Minitabletten für Katzen, mit denen einerseits die Dosierung und die Eingabe besser kontrolliert werden können und die andererseits besser von den Katzen angenommen werden als traditionelle Medikamentengrößen.

Die Studie: Minitabletten für Katzen

Jaana Hautala hat in ihrer Doktorarbeit nach möglichen Lösungen zur Verbesserung der Medikamentengabe bei Katzen gesucht. Sie erforschte, wie sich die Medikamentengabe bei chronischen Erkrankungen von Katzen verbessern lässt.

Dr. Hautala:

„Improving palatability through minitablets and synthetic flavourings and coatings tailored for animals improves both the owner’s commitment to the treatment and the cat’s compliance. They also facilitate the dosage of the medicine and make the administration of the treatment more flexible in the treatment of cats and other pets,“.


Frei übersetzt:

„Die verbesserte Wirkstoffaufnahme durch den Einsatz von Minitabletten, künstlichen Geschmacksstoffen und speziellen Oberflächen, verbessert sowohl für die Katze als auch für deren Besitzer die Behandlung. Zudem erleichtert die neue Tablettengröße die Dosierung des Medikaments und macht die Behandlung von Katzen und anderen Tieren flexibler.“

Katzen haben hohe Anforderungen an ihre Medikamente

Katzen sind die am schwersten zu behandelden Tiere. Im Vergleich zu Hunden spielen Nahrung und Ernährungsgewohnheiten eine große Rolle, da sie einen komplett anderen Geschmackssinn haben. Hunde sind Allesfresser, während Katzen quasi reine Fleischfresser sind. Katzen fressen öfters über den Tag verteilt kleinere Portionen. In diesen ist es deutlich schwieriger handelsübliche Tabletten zu verstecken.

Ein weiterer Nachteil bei der Behandlung der Katze ist, dass es kaum Medikamente gibt, die für sie hergestellt werden. Viele Tierärzte verwenden deswegen Medizin für Hunde, die zerkleinert und anders dosiert werden muss.
Zusätzlich muss die Tablette der Katze passen. Die Form, die Größe, der Geschmack und die Oberfläche spielen eine zentrale Rolle für die Medikamenteneingabe. Sobald einer der Faktoren bei der Katze auf Ablehnung stößt, wird es schwierig die Tablette in das Tier zu bekommen.

Für die Studie hat Dr.Hautala Katzenbesitzer mit unterschiedlichen kleinen Placebos ausgestattet. Die Besitzer nahmen von Zuhause aus teil, um eine möglichst realistische Situation herzustellen. Die Minitabletten schnitten dabei besser ab als gewöhnliche Tabletten. Allerdings stellte die Wissenschaftlerin auch fest, dass der Geruch und der Geschmack eine große Rolle spielen.

Auf der Suche nach dem optimalen Geschmack und Geruch

Im zweiten Teil der Studie wurden verschiedene künstliche Geschmäcker und Gerüche getestet. Insbesondere Aminosäuren zeigten erfolgsversprechende Ergebnisse. Dr.Hautala arbeitete mit welchen, die einen Fleischgeschmack erzeugen. Auch Vitamin B, das aus Hefe gewonnen wurde, stieß bei den Versuchskatzen auf Anklang.

Alles in allem legt die Studie die Grundlage für weitere Forschung, um am Ende eine kostengünstige und für Katzen schmackhafte Alternative zu Hundetabletten oder umgewidmeter Humanmedizin zu haben.

Bis dahin möchte ich euch unseren Artikel: Fünf Tipps: So kommt die Tablette in die Katze ans Herz legen.

Quelle:
https://www.sciencedaily.com/releases/2017/03/170322103701.htmI
Bildquelle:
©iStockphoto/epsilon-st

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