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Vielleicht kennen Sie das: Gerade hat man die Katzenstreu rund um die Katzentoilette zusammengekehrt. Kaum dreht man sich um, hört man die Katze ausgiebig im Katzenklo buddeln. Die Folge ist meist, dass man noch mal zu Handfeger und Kehrblech greift. Das Zusammenkehren der Streu war also im doppelten Sinne für die Katz.  Verwendet wird diese Redewendung, wenn etwas der Mühe nicht wert war.  Aber warum sprechen wir davon, dass etwas für die Katz ist? Da es sich um eine alte Redewendung handelt, gibt es mehrere Erklärungsversuche.

Küchenabfälle für die Katz

Während wir unseren Katzen heutzutage Katzenfutter aus Dose oder Portionsbeutel servieren, mussten sie früher mit Küchenabfällen vorlieb nehmen. Kaum vorstellbar, wo die Hauskatze von heute meist so wählerisch ist, dass sie nur eine auserwählte Futtersorte frisst und bei jedem anderem Futterangebot meist nur naserümpfend von dannen zieht.

Aber tatsächlich: In Zeiten, in denen es noch keinen Industriezweig gab, der sich die Herstellung von Katzenfutter zur Aufgabe gemacht hat, bekamen Katzen Küchenabfälle oder Essensreste. Alles, was zur Verwertung für den menschlichen Speiseplan nicht mehr geeignet war, landete im Katzennapf. Was in diesem Sinne für den Menschen wertlos war, war dann ganz wortwörtlich für die Katz.

Ein Dankeswort macht nicht satt

Die Redewendung wird auch versucht mit einer Geschichte aus der Fabelsammlung von Esopus aus dem Jahr 1548 zu erklären. Der Geschichte nach überließ ein Schmied es seinen Kunden, zu bestimmen, was sie ihm als Entlohnung zahlten. Oftmals bekam er nur bloßen Dank statt Geld. Immer, wenn dies der Fall war, sagte er zu seiner Katze: Katz, das geb ich dir. So bekam das Tier nichts zu fressen und verhungerte. Nach dem Tod seiner Katze bestimmte der Schmied Preise, die seine Kunden fortan zahlen mussten.

Versprechungen sind für die Katz

Ähnlich ist eine Geschichte von Abraham a Santa Clara aus dem 17. Jahrhundert: Statt einem Lohn erhielt ein Arbeiter immer nur Versprechungen. Daraufhin gab er seiner Katze nichts zu fressen, sondern nur das Versprechen, sie bald zu füttern. Die Katze verhungerte. Als sein Herr ihm wieder keinen Lohn zahlte, sagte der Arbeiter: „Meine Katze ist an den Versprechungen gestorben.“

Quelle: http://www.redensarten-index.de

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Ich bin Nicole. Bei revvet.de schreibe ich über unsere Mitbewohner auf vier Pfoten: Die beiden Katzen Shiva & Mogli und Zwergkaninchen Frodo. Was auch immer mir im Zusammenleben mit unseren Tieren interessant erscheint, findet hier seinen Platz. Kontakt über G+
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