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Da beißt die Maus keinen Faden ab ist eine Redewendung, die verwendet wird, wenn eine Sache unveränderlich ist. Befindet man sich zum Beispiel in einer schwierigen finanziellen Lage, muss man sparen. Da beißt die Maus keinen Faden ab. Damit wird unterstrichen, dass an Sparmaßnahmen kein Weg vorbei führt. Woher die Redewendung Da beißt die Maus keinen Faden ab stammt, wissen aber die Wenigsten. Und tatsächlich lässt sich der Ursprung der Redewendung nicht mehr eindeutig zurückverfolgen und es gibt mehrere Erklärungsversuche.

Der Löwe und das Mäuschen

Der Löwe und das Mäuschen ist eine Geschichte des griechischen Fabeldichters Äsop. In der Fabel läuft eine Maus versehentlich über einen schlafenden Löwen und weckt ihn dabei. Der Maus gelingt es, den Löwen davon zu überzeugen, sie am Leben zu lassen und verspricht ihm ihre ewige Dankbarkeit. Die Gutherzigkeit des Löwen wird belohnt: Kurze Zeit später wird der Löwe gefangen. Die Maus findet den Löwen und zernagt das Netz, in dem er sich befindet.

Was hat das mit der Redewendung Da beißt die Maus keinen Faden ab zu tun? Das Schicksal des Löwen schien besiegelt. Doch dank der Maus, die den Faden des Netzes zerbiss, wendete sich für den Löwen alles zum Guten. Wenn wir heute davon sprechen, dass die Maus keinen Faden abbeißt, dann ist eine Situation nicht veränderbar. Im übertragenen Sinn: Es wird keine Maus kommen, die uns rettet.

Die heilige Gertrud und die Maus

Gertrud hört mit Spinnen auf, sonst läuft die Maus den Faden auf und beißt ihn ab.

Dieses österreichische Sprichwort bezieht sich auf die heilige Gertrud von Nivelles, Schutzpatronin gegen Mäuse- und Rattenplagen. Ihr Namenstag ist am 17. März, der daher Gertrudentag genannt wird. Nach Bauernkalender beginnt ab diesem Tag die Frühlingszeit und somit die Arbeit auf dem Feld. Winterliche Handarbeiten wie Spinnen und Weben mussten beendet, das Saatgut ausgebracht werden. Wenn trotz Frühlingsbeginn weiter gesponnen wurde, so hieß es, beißt eine Maus den Faden ab. Der Schutz der heiligen Gertrud erlosch also zu Beginn der Frühlingszeit und eine Bauerregel besagt:

Gertrud mit der Maus
treibt die Spinnerinnen raus.

Der Zusammenhang zur Redewendung erschließt sich mir nicht und ich kann nur mutmaßen: Dass das Saatgut im Frühjahr auf das Feld muss, ist eine Tatsache, die sich nicht ändern lässt. Denn andernfalls hat man im Herbst keine Ernte. Da beißt die Maus keinen Faden ab.

Die Mausefalle mit dem Faden

Früher wurden Mausefallen verwendet, die dadurch ausgelöst wurden, dass die Maus einen Faden abbiss. Die Maus musste den Faden durchtrennen, um an den Köder zu gelangen. Gleichzeitig löste sich eine gespannte Feder und eine an ihr befestige Schlinge spannte sich – die Maus wurde erhängt.

Der Zusammenhang zur Redewendung besteht darin, dass die Maus ohne Köder keinen Faden abbeißt. Da ist nichts zu machen.

Quellen und weitere Erklärungsversuche zur Redewendung Da beißt die Maus keinen Faden ab:

http://www.karl-heinz-hentschel.net/Mausefallentext.html
http://de.wikipedia.org
http://de.wiktionary.org

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