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Alle Jahre wieder: Kaum steigen die Temperaturen, liest man die ersten Schreckensmeldungen über Hunde, die aus parkenden Autos befreit werden mussten. Manchmal gerade noch rechtzeitig, manchmal leider zu spät. Herrchen oder Frauchen mussten schnell was erledigen. Die Fenster waren einen Spalt offen. So heiß ist es doch noch nicht. Stopp! Man kann die eindringliche Warnung nicht oft genug wiederholen: Hunde, Kinder und auch alle anderen Lebewesen dürfen nicht in geparkten Autos zurückgelassen werden! Egal, wie kurz man weg ist: Das Innere des Fahrzeugs verwandelt sich im Sommer in eine Todesfalle. Der amerikanische Tierarzt Dr. Ernie Ward hat einen beeindruckenden Selbstversuch durchgeführt: 30 Minuten in einem geparkten Auto.

Der Selbstversuch: 30 Minuten – Pralle Sonne

Das Ziel des Veterinärs ist klar: Er möchte sich in die Lage der Vierbeiner versetzen und Aufmerksamkeit erregen. Also steigt er an einem warmen Sommertag in sein Auto, lässt die Fenster einen Spalt offen und dokumentiert die halbe Stunde im Auto. Nach nicht einmal fünf Minuten steigt die Temparaturanzeige des Thermometers von 35°C auf 39°C. „Es gibt keinen Durchzug, obwohl alle vier Fenster einen Spalt geöffnet sind.“

Zehn Minuten im Glutofen: „Es ist kaum auszuhalten, wir sind bei 41,5°C. Ich kann es kaum noch aushalten. Ich sehe zwar, dass sich draußen die Bäume bewegen, es gibt Wind, aber nicht hier drin. Das ist frustrierend! … So langsam frage ich mich, ob das eine gute Idee war.“ Der Schweiß läuft dem Arzt in Strömen über das Gesicht. Hunde haben diese Möglichkeit nicht. Sie können nicht schwitzen wie wir, Hunde können nur hecheln, um sich zu kühlen. Ein Ding der Unmöglichkeit, wenn die Umgebungsluft so heiß ist.

Nach 20 Minuten sind es 44°C, nach 25 schon 45°C. „Es ist schrecklich! Mein einziger Gedanke: Ich will hier raus! … Wie muss sich ein Hund fühlen? Man ist hilflos, man hat keine Kontrolle was passiert, man versteht es nicht. Das tötet und es ist kein schöner Weg zu sterben!“

Nach 30 Minuten sind es 51°C im Auto. Dr. Ward fasst das Experiment sichtlich gezeichnet zusammen: „Ich werde mit noch mehr Nachdruck Leute darauf hinweisen, dass sie nie, niemals ihr Tier in einem geparkten Auto lassen dürfen!“

Video von Dr Ernie Ward

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Bildquelle:
©iStockphoto/kyrien

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Ich bin Sebastian und schreibe hier (zumindest teilweise) über Mogli, Frodo und Shiva, allerdings bin ich bei weitem nicht so kreativ wie Nicole ;-). Ich bin eher der technische Part von revvet.de, mache also hier komische Dinge mit HTML, css und php.
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