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Es ist Samstag. Sieben Uhr.  Sieben Uhr morgens. Ich bin wach und schlecht gelaunt. Die vergangenen fünf Tage habe ich damit verbracht, mich auf das Wochenende zu freuen. Kein Wecker – einfach mal ausschlafen. Aber nun ist Samstag, sieben Uhr morgens. Von Ausschlafen keine Rede. Genau genommen war ich sogar früher wach als werktags. Jetzt fragen Sie sich vielleicht nach dem Grund.

Der Grund hat vier Pfoten und streicht mir gerade schnurrend um die Beine. Er merkt, dass ich nicht gut auf ihn zu sprechen bin. Denn er hat mich geweckt. Jeden Tag von Montag bis Freitag klingelt um 6:00 Uhr der Wecker von Sebastian. Das heißt für unsere Vierbeiner: (Fr)essen fassen! So eine Nacht ist lang, da ist man morgens hungrig. Sehr hungrig. Man könnte manchmal meinen, sie entkämen des Nachtens nur knapp dem Hungertod. So hungrig sind sie.

Die Zeit des Weckerklingelns hat unser Kater Mogli auf jeden Fall sehr gut verinnerlicht. Zu gut, wenn sie mich fragen. Seine innere Uhr scheint zu sagen: „Hunger! Nahrung! Wieso schlafen die noch?“ Dann fängt er an, uns auf seine ganz eigene liebevolle Art zu wecken: Erst stupst er uns vorsichtig an, schnurrt, schmust. Wenn das nicht hilft, greift er zu anderen Mitteln. Er beißt uns in die Füße – erst vorsichtig, dann immer energischer. Er springt auf seinen schlafenden, faulen Dosenöffnern herum, am liebsten mit Anlauf vom Kleiderschrank. Er schmeißt Sachen von Kommoden herunter. (Sie können mir glauben: Mitten in der Nacht Blumen umzutopfen, weil Katerchen den Topf langsam von der Kommode schiebt, macht nur bedingt Spaß). Er kratzt an Türen, läuft miauend durch die Wohnung. Kurz: Er tut alles, was ihm einfällt. Hauptsache es ist laut, nervig oder beides.

Deshalb sitze ich hier, schlecht gelaunt – am Wochenende, wohl wissend, dass ich eigentlich ausschlafen wollte. Natürlich könnte ich Mogli etwas zu fressen geben und mich wieder im Bett zusammenrollen. Das Problem ist: Ich bin wach. Mein einziger Trost: Der Futternapf ist leer. Wenn ich noch eine Stunde warte, lässt er mich vielleicht nächstes Wochenende bis acht Uhr schlafen. Konditionierung nennt man das. Oder so.

In diesem Sinne wünsche ich Ihnen mit dem Klassiker von Simon’s Cat ein schönes Wochenende und hoffentlich ein frohes Ausschlafen!

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