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Katze gegen Maus, ein Kampf der seit Jahrtausenden tobt. Eine russische Wissenschaftlerin hat jetzt herausgefunden, dass Katzen sogar biologische Waffen einsetzen – ihren eigenen Urin.

Das Molekül L-Felinine

Die Forscherin Vera Voznessenskaya stellte ihre Forschungsarbeit zum „Verhalten von Beutetieren die dem Duft ihres Jägers ausgesetzt werden“, beim jährlichen Treffen der Gesellschaft für experimentelle Biologie vor. Frau Voznessenskaya forscht bereits seit Jahren auf diesem Gebiet.

In ihrer aktuellen Studie beschäftigt sie sich damit, wie sich der Geruch von Katzenurin auf Mäuse auswirkt. Dabei entdeckte sie das Molekül „L-Felinine“, das sich besonders auf die Fortpflanzung von Mäusen niederschlägt.

Wenn schwangere Mäuseweibchen dem Geruch über längere Zeit ausgesetzt sind, so kommt es vermehrt zu Fehlgeburten oder kleineren Würfen. Die Mäuse, die zur Welt kommen, zeigen ein weniger furchtsames Verhalten, sobald sie älter werden. Sie verlieren ihre naturgemäße Angst und fürchten sich nicht mehr so stark vor Katzen.

Dr. Voznessenskaya erklärt: „Their physical sensitivity [to the chemical] was actually much higher.“ Frei übersetzt: „Ihre körperlichen Reaktionen auf die Chemikalie war sehr viel stärker“. Allerdings führt diese stärkere Wahrnehmung nicht zu einem stärkeren Fluchtverhalten, sondern zum Gegenteil. Die Mäuse sind gestresst, bewegen sich aber weniger. Die wissenschaftliche Erklärung dafür: „You get a higher response, but less behaviour and habituating like this is probably useful for the mice; they can’t run away, because they need to live around humans and food. And cats [also] live around humans.“ Frei übersetzt: „Eine stärkere Reaktion, aber weniger Fluchtverhalten mag für die Mäuse ein sinnvolles Verhalten sein. Mäuse können nicht flüchten, da sie in der Nähe von Menschen leben, um sich dort mit Nahrung zu versorgen. Katzen leben auch in der Nähe von Menschen.“

Die Tiere wissen zwar, dass sie in Gefahr sind, allerdings müssen sie bleiben, um zu überleben. Für die Katzen scheint die Rechnung aufzugehen, die Wissenschaftlerin vermutet, dass sie genau die Menge an Mäusen „halten“, die sie benötigen.

Quellen:
bbc.com
sebiology.org
eurekalert.org

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Ich bin Sebastian und schreibe hier (zumindest teilweise) über Mogli, Frodo und Shiva, allerdings bin ich bei weitem nicht so kreativ wie Nicole ;-). Ich bin eher der technische Part von revvet.de, mache also hier komische Dinge mit HTML, css und php.
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