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Wenn das Kind sich ein Haustier wünscht, denken viele Eltern als erstes an Kleintiere. Vermutlich ahnen sie schon, dass der größte Arbeitsaufwand an ihnen hängenbleibt. Kleintiere scheinen auf den ersten Blick pflegeleicht und anspruchslos zu sein. Ein Klassiker im Kinderzimmer ist der Hamster. Aber eignen sich die possierlichen Tierchen tatsächlich für Kinderhände?

Mucki – müder Mitbewohner

Als Kind wollte ich unbedingt einen Hamster haben. Steter Tropfen höhlt den Stein – tatsächlich habe ich irgendwann einen bekommen. Wir nannten ihn Mucki und ich fand ihn toll. Mein Hamster und ich hätten gute Freunde werden können, wenn er nur nicht einen komplett anderen Schlaf-Wach-Rhythmus gehabt hätte als ich.

Gemeinsam mit meiner Mutter möchte ich mich heute an Mucki erinnern und herausfinden, ob ein Hamster das richtige Haustier für Kinder ist.

Mama, erzähl doch mal, wie war das damals mit Mucki?

Rumgekriegt hast Du uns mit Hilfe deines Opas – der Hamster war auf einmal da. Als Eltern wurden wir überrumpelt und hatten überhaupt keine Chance, uns über ein Hamsterleben schlau zu machen.

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Stimmt, das wusste ich gar nicht mehr.

Kannst du mal sehen. Der Hamster war auf jeden Fall da und er war ja auch niedlich. Also haben wir alles besorgt, was ein Hamster braucht: Käfig, Streu, Futter… Dann ist er ins Kinderzimmer gezogen.

Und wir haben ihn Mucki genannt, weil auf seinem Häuschen „Mucki“ stand.

Genau, leider hielt das Glück nicht lange. Die Probleme fingen damit an, dass der Hamsterkäfig in der Nacht wegen der Aktivitäten und den damit verbundenen Geräuschen im Laufrad aus dem Kinderzimmer evakuiert werden musste.

Hamster sind ja auch nachtaktiv.

Das weißt du heute. Damals hast du nicht verstanden, warum der kleine Mucki tagsüber geschlafen hat. Du warst im Grundschulalter und wenn du ins Bett gegangen bist, wurde dein Hamster aktiv.

Ja, das war eine echte Enttäuschung.

Du wolltest ihn dann immer wecken.

Und dann hat er gebissen.

Klar, der war müde. Du hast zusehends das Interesse an dem Tier verloren. Es kam, wie es kommen musste: Ich als Mutter musste recht schnell die Versorgung von Mucki und die Reinigung des Käfigs allein übernehmen.

Das tut mir fast ein bisschen Leid…

Mucki hatte trotzdem ein schönes Hamsterleben bei uns. Er war wirklich ein süßes Kerlchen und ich habe mich abends, wenn du geschlafen hast, mit ihm beschäftigt. Er durfte dann aus seinem Käfig heraus und benutzte unseren Wohnzimmertisch als Spielwiese. Er wurde eben vom „Tochter-Hamster“ zum „Mama-Hamster“.

Dein Fazit?

Ein Hamster ist für kleine Kinder eher ungeeignet.

Für Eltern: Haustier Hamster – das gilt es zu bedenken
– Hamster sind nachtaktiv und werden erst dann richtig wach, wenn kleine Kinder bereits schlafen.
– Werden die Tiere tagsüber geweckt, kann das auf Dauer ihre Gesundheit gefährden.
– Hamster sind klein und wuselig. Kinder haben häufig Probleme, sie richtig zu fassen und fügen ihnen ungewollt Verletzungen zu.
– Sind die Kinder älter und übernehmen sie die Betreuung gemeinsam mit ihren Eltern, kann ein Hamster durchaus eine spannende Sache sein.
– Informieren Sie sich vor der Anschaffung unbedingt über die Bedürfnisse des Tieres.

Bildquellen:
Header: ©iStockphoto/kristina888
Text: ©revvet.de

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