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Liebe revvet Leser, hiermit werde ich die Kolumne über unsere Dackeldame Nessi beenden.

Vielleicht liegt es am Monat November, diesem dunklen Monat mit seinen vielen Totengedenktagen, dass ich gerade heute auf die Idee komme, diesen Artikel zu schreiben und es fällt mir sehr schwer, obwohl es mittlerweile 9 Jahre her ist… :‘-(

Tod ist ein heikles Thema und wir Menschen mögen eigentlich nicht darüber reden, aber liebe Leser, es gehört zum Leben, denn:
„Schon bei der Geburt eines Lebewesen steht fest, dass dieses Leben unweigerlich mit dem Tod enden wird, man weiß nur nicht WANN…“

Als Einstimmung auf das Thema habe ich die Bitten eines Hundes gefunden, die ich persönlich sehr gut finde!

Zehn Bitten eines Hundes an den Menschen

  1. Mein Leben dauert zehn oder zwölf Jahre. Jede Trennung von Dir wird für mich Leiden bedeuten. Bedenke es, eh‘ Du mich anschaffst!
  2. Gib mir Zeit, zu verstehen, was Du von mir verlangst!
  3. Pflanze Dein Vertrauen in mich – ich lebe davon! Zürne mir nie lange und sperre mich zur Strafe nicht ein!
  4. Du hast Deine Arbeit, Dein Vergnügen, Deine Freunde – ich aber habe nur Dich!
  5. Sprich manchmal mit mir! Wenn ich auch Deine Worte nicht ganz verstehe, so doch Deine Stimme, die sich an mich wendet!
  6. Wisse, wie an mir gehandelt wird – ich vergesse es nie!
  7. Bedenke, eh‘ Du mich schlägst, dass meine Kiefer mit Leichtigkeit die Knöchelchen Deiner Hand zu zerquetschen vermögen – dass ich aber keinen Gebrauch von ihnen mache!
  8. Ehe Du mich bei der Arbeit mutwillig schilst, bockig oder faul, bedenke, vielleicht plagt mich ungeeignetes Futter, vielleicht war ich zu lange der Sonne ausgesetzt oder habe ein verbrauchtes Herz!
  9. Kümmere Dich um mich, wenn ich alt werde – auch Du wirst einmal alt sein!
  10. Geh‘ jeden schweren Gang mit mir! Auch den letzten! Sage nie: „Ich kann so etwas nicht sehen“ oder: „Es soll in meiner Abwesenheit geschehen“. ALLES IST LEICHTER FÜR MICH MIT DIR!

(Leider ist mir der Verfasser dieser Bitten unbekannt)

Unsere Nessi war herzkrank, dank Medikamenten konnte sie ein paar Jahre recht gut damit leben, aber es wurde schlimmer. Um das Herz zu entlasten musste Nessi dann eines Tages zusätzlich Wassertabletten bekommen und so ging es weiter. Unser Hund war kurzatmig, große Gassiwege waren nicht mehr möglich. Durch die Wassertabletten musste sie aber recht häufig „Pipi machen“. Dieses Problem konnte ich aber recht gut lösen, indem ich unseren Hund mehrmals täglich auf den Arm nahm, Dank Fahrstuhl schnell aus dem Haus war und Nessi sich am Bordstein erleichtern konnte.

Wir arangierten uns mit der Krankheit und fanden Mittel und Wege, dass es klappte, bis zu dem Tag als Nessi kollabierte. Unsere Tierärztin meinte damals: „Das bekommen wir wieder hin“ und gab ihr Aufbauspritzen. Als wir mit unserem Hund wieder daheim waren, merkten wir aber recht schnell: Das wird nichts, zudem unser Hund auch anfing das Fressen zu verweigern, das war kein gutes Zeichen. Wir beratschlagten mit unserer Tierärztin, was zu tun war und kamen zu dem Schluss: Um unserer Nessi unnötige Leiden zu ersparen – EINSCHLÄFERN. :‘-(
Es kann nur jemand nachvollziehen, wer so etwas selbst schon treffen musste, wie schwer allein die Entscheidung ist.

Und jetzt weise ich speziell auf die letzte Bitte eines Hundes hin:

Geh‘ jeden schweren Gang mit mir! Auch den letzten! Sage nie: „Ich kann so etwas nicht sehen“ oder: „Es soll in meiner Abwesenheit geschehen“. ALLES IST LEICHTER FÜR MICH MIT DIR!

Unsere Tochter Nicole, mein Mann und ich hatten damals ZUSAMMEN entschieden, diesen Hund in unsere Familie aufzunehmen (http://revvet.de/hunde/ein-langhaardackel-im-huehnerstall) und genauso, haben wir drei unsere Nessi ZUSAMMEN auf ihrem letzten Weg begleitet. So ein Gang ist sehr, sehr schwer. Nessi lag auf meinem Schoß, bekam zuerst eine Beruhigungsspritze und dann die „Dosis“ um dann völlig gelöst und schmerzfrei über die Regenbogenbrücke zu gehen…

Der Gedanke an diese Regenbogenbrücke ist ein sehr schönes Gefühl und wer weiß das schon, ob ich unsere Nessi nicht doch irgendwann wieder sehe!?

Fazit

Ein Hund ist ein Familienmitglied, NICHT nur ein Tier,
ein Hund IST EIN LEBEWESEN, das FÜHLEN KANN.

Zur Erinnerung an unsere tolle Dackeldame Nessi, sie ist nicht mehr unter uns, aber in unseren Herzen wird sie unvergessen bleiben, denn wirklich tot ist, wer vergessen wird .. 🙂

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